Rauch, Menschenrettung und Brandbekämpfung: Feuerwehrnachwuchs meistert Großeinsatz mit Bravour

Matzlesrieth bei Muglhof - Freitag, 2. Oktober, 18:04 Uhr: „B3 – Rauchentwicklung im Gebäude.“ Die örtlich zuständige Feuerwehr Muglhof wird alarmiert. Was zunächst nach einem überschaubaren Übungseinsatz klingt, entwickelt sich nur wenige Minuten später zu einem anspruchsvollen Einsatzszenario.

Denn um 18:12 Uhr folgt die Nachalarmierung mit dem Stichwort „B4 – Landwirtschaft/Bauernhof“. Der Löschzug Weiden sowie die Feuerwehren aus Mallersricht und Neunkirchen werden zusätzlich alarmiert. Für die Jugendlichen beginnt damit die diesjährige traditionelle Einsatzübung der Stadtjugendfeuerwehren Weiden.

Und die hat es in sich.

Viele Aufgaben – ein gemeinsames Ziel

Vor Ort wartet ein umfangreiches und realitätsnahes Szenario auf die jungen Feuerwehrleute. Innerhalb kürzester Zeit müssen zahlreiche Aufgaben gleichzeitig bewältigt und miteinander koordiniert werden.

Eine ausreichende Wasserversorgung muss aufgebaut werden. Dafür erfolgt die Wasserentnahme sowohl aus einem offenen Gewässer als auch aus einem Hydranten. Schlauchleitungen werden verlegt und die eingesetzten Einheiten mit Löschwasser versorgt.

Doch damit nicht genug: Zahlreiche Personen müssen gerettet werden.

Eine Person wird mithilfe der Drehleiter gerettet, eine weitere Person ist unter einem Anhänger eingeklemmt und muss aus ihrer Lage befreit werden. Gleichzeitig wird eine Triage aufgebaut und betreut, um die zahlreichen dargestellten Verletzten zu erfassen und entsprechend ihrer Dringlichkeit zu versorgen.

Während die Menschenrettung läuft, gehen weitere Trupps zur Brandbekämpfung vor. Mit mehreren Rohren und Unterstützung der Drehleiter wird die angenommene Brandlage bekämpft.

Auch die Einsatzleitung hat alle Hände voll zu tun. Der Einsatzleitwagen unterstützt den Einsatzleiter beim Funkverkehr und bei der Einsatzdokumentation und sorgt damit für einen strukturierten Ablauf des Übungseinsatzes.

Was das ganze Jahr geübt wurde, wird jetzt angewendet

Das Besondere an dieser Übung: Die Jugendlichen kennen die einzelnen Aufgaben. Sie haben sie das ganze Jahr über gelernt und trainiert.

Wasserentnahme, Schlauchleitungen, Löschangriff, Menschenrettung, Arbeiten mit der Drehleiter, technische Hilfeleistung, Betreuung von Verletzten und Kommunikation – all das sind Bestandteile der regelmäßigen Jugendausbildung.

Nun kommt alles zusammen.

Und die jungen Feuerwehrleute zeigen eindrucksvoll, was in ihnen steckt:

Alle gestellten Aufgaben werden mit Bravour gemeistert.

Insgesamt sind 54 Jugendliche mit 12 Fahrzeugen im Einsatz. Begleitet und unterstützt werden sie von 19 Betreuerinnen und Betreuern. Für die realistische Darstellung des Einsatzgeschehens sorgen außerdem zahlreiche Statistinnen und Statisten.

Nachwuchs, auf den man stolz sein kann

Eine solche Übung ist weit mehr als ein gewöhnlicher Ausbildungsdienst. Sie zeigt, wie wichtig Teamarbeit, gegenseitiges Vertrauen, Kommunikation und eine gute Ausbildung sind.

Jede Aufgabe greift dabei ineinander: Während eine Gruppe die Wasserversorgung aufbaut, kümmern sich andere um die Menschenrettung. Parallel läuft die Brandbekämpfung, Verletzte werden betreut und die Einsatzleitung behält den Überblick.

Genau dieses Zusammenspiel macht den Feuerwehrdienst aus – und genau das haben unsere Jugendlichen eindrucksvoll gezeigt.

Die diesjährige Einsatzübung der Stadtjugendfeuerwehren Weiden war damit ein voller Erfolg.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen 54 Jugendlichen, den 19 Betreuerinnen und Betreuern, den beteiligten Feuerwehren sowie allen Statistinnen und Statisten und Helferinnen und Helfern, die diese anspruchsvolle Übung ermöglicht und unterstützt haben.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Einsatzes durfte natürlich auch die Kameradschaft nicht zu kurz kommen. Im Feuerwehrgerätehaus Muglhof wartete zum Abschluss eine wohlverdiente Brotzeit auf alle Beteiligten.

54 Jugendliche. 12 Fahrzeuge. Ein starkes Team.

Wir sind stolz auf unseren Feuerwehrnachwuchs und auf das Engagement, mit dem unsere Jugendlichen das ganze Jahr über für den Ernstfall trainieren.

Denn die Feuerwehr von morgen ist heute schon mittendrin.

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