Letzte Übung vor der Sommerpause: Gerätekunde und Teamarbeit

Am Montag stand für unseren ersten Zug die letzte Übung vor der Sommerpause auf dem Programm. Das Thema lautete Material- und Gerätekunde – und das auch dieses Thema spannend und abwechslungsreich sein kann, wurde an diesem Abend eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Ziel des Ausbildungsabends war es, vorhandenes Wissen aufzufrischen, den sicheren Umgang mit Material und Geräten zu festigen und vor allem das selbstständige Denken sowie die Zusammenarbeit im Team zu fördern.

Dazu wurde die Mannschaft in zwei Gruppen aufgeteilt. Mithilfe eigens vorbereiteter Aufgabenkarten arbeiteten beide Gruppen ihre Stationen eigenständig ab und entwickelten gemeinsam Lösungen.

An der ersten Station drehte sich alles um die Fahrzeugkunde am HLF 20. Verschiedene Geräte aus dem Bereich der Technischen Hilfeleistung mussten gefunden, entnommen und aufgebaut werden. Anschließend wurden deren Verwendungszweck sowie die wichtigsten Einsatzgrundsätze erläutert.

Die zweite Station stand ganz im Zeichen der Teamarbeit. Vom Rüstwagen durfte ausschließlich das benötigte Material entnommen werden. Die eigentliche Aufgabe bestand darin, ein Übungsfahrzeug so anzuheben, dass unter jedem Rad ein Rüstholz als Unterbau eingebracht werden konnte.

Jeder, der bei der Feuerwehr aktiv ist, kennt das: Man hat eine Vielzahl an Geräten und Hilfsmitteln dabei – und trotzdem kommt irgendwann der Moment, in dem man improvisieren muss. Genau so erging es der Gruppe bei der Knobelaufgabe. Als das vorhandene Rüstholz nicht mehr ausreichte, war Teamwork gefragt. Gemeinsam wurde nach einer sicheren Alternative gesucht und schließlich eine passende Lösung gefunden. Kurzerhand wurden die Standfüße der Ölspurschilder vom GW-L1 zweckentfremdet und als Unterbaumaterial eingesetzt.

Bei dieser Station stand nicht das schnelle Erreichen des Ziels im Vordergrund. Vielmehr sollten die Teilnehmer mögliche Probleme erkennen, gemeinsam Lösungswege entwickeln und diese sicher umsetzen. So wurde nicht nur der sichere Umgang mit Material und Geräten geübt, sondern auch die Zusammenarbeit innerhalb der Mannschaft gestärkt. Solche praxisnahen Aufgaben bereiten unsere Einsatzkräfte auf Situationen vor, in denen neben Fachwissen auch Kreativität, Kommunikation und Teamarbeit gefragt sind.

Beide Gruppen meisterten ihre Aufgaben erfolgreich und erreichten ihr Ausbildungsziel. Mit einer abwechslungsreichen Mischung aus Material- und Gerätekunde, praktischer Anwendung und Teamarbeit verabschiedet sich der erste Zug nun in die wohlverdiente Sommerpause.

Wir wünschen allen Kameradinnen und Kameraden sowie ihren Familien eine schöne und erholsame Sommerzeit.

Bilder
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