Abschlussübung des 1. Zuges in der JVA Weiden

Brand in einem Zellentrakt, zwei vermisste Personen und besondere örtliche Gegebenheiten: Bei der diesjährigen Abschlussübung trainierte der 1. Zug unter realitätsnahen Bedingungen in der Justizvollzugsanstalt Weiden.

Am Montag, den 19. Oktober 2026, stand für unseren 1. Zug die letzte Übung des Jahres auf dem Dienstplan. Traditionell bildet eine Einsatzübung den Abschluss des Übungsjahres. Als Übungsobjekt diente diesmal die Justizvollzugsanstalt (JVA) Weiden. Damit erwartete die Einsatzkräfte ein nicht alltägliches Szenario, das besondere Anforderungen an die Erkundung und die Einsatzabwicklung stellte.

Kurz nach 19 Uhr erfolgte die Alarmierung unserer Kameradinnen und Kameraden durch die Integrierte Leitstelle. Nach dem Eintreffen an der JVA wurden die Einsatzkräfte bereits von den Mitarbeitenden erwartet und in die angenommene Schadenslage eingewiesen.

Brand in einem Zellentrakt – zwei Personen vermisst

Das Übungsszenario sah einen Brand in einem Zellentrakt vor. Zusätzlich galten zwei Personen als vermisst. Für die Einsatzkräfte standen somit die Menschenrettung und die Brandbekämpfung im Mittelpunkt.

Nach der ersten Erkundung gingen zwei Trupps unter Atemschutz in den betroffenen Bereich vor. Ihr Auftrag bestand darin, die vermissten Personen zu lokalisieren und zu retten sowie die erforderlichen Maßnahmen zur Brandbekämpfung durchzuführen.

Parallel dazu erkundete Zugführer Patrick Preßl gemeinsam mit einem Mitarbeiter der JVA das Objekt weiter. Dabei wurden wichtige Informationen zu den örtlichen Gegebenheiten gesammelt, um die Lage umfassend beurteilen zu können.

Während die Maßnahmen im Gebäude liefen, stellten die Einsatzkräfte im Außenbereich die Wasserversorgung sicher. Nachdem eine geeignete Abluftöffnung geschaffen worden war, konnten außerdem Belüftungsmaßnahmen eingeleitet werden, um den betroffenen Bereich zu entrauchen.

Rückblick auf die Übung

Im Anschluss an die Übung schilderten unsere Übungsbeobachter SBI Ludwig Grasser und Michael Wirth ihre Eindrücke vom Übungsgeschehen. Auch Zugführer Patrick Preßl gab eine kurze Einschätzung zum Verlauf der Übung und zu seinen gewonnenen Eindrücken.

Unser Kollege Thomas Schell von der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) präsentierte zudem die während der Übung dokumentierten Daten direkt an der Lagekarte. Dadurch konnten die erfassten Informationen nochmals veranschaulicht und der Übungsverlauf nachvollzogen werden.

Abschließend bestand die Möglichkeit, die Übungsstelle nochmals in Ruhe und rauchfrei zu besichtigen. So konnten sich die Einsatzkräfte einen genaueren Eindruck von den örtlichen Gegebenheiten verschaffen und die zuvor durchgeführten Maßnahmen nochmals nachvollziehen.

Üben für den Ernstfall

Übungen an besonderen Objekten wie einer Justizvollzugsanstalt bieten wertvolle Möglichkeiten, sich mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut zu machen und unterschiedliche Einsatzabläufe zu trainieren. Eine gründliche Erkundung, eine klare Kommunikation und das koordinierte Zusammenwirken aller eingesetzten Kräfte sind dabei wesentliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Einsatzbewältigung.

Die Abschlussübung bot dem 1. Zug die Gelegenheit, diese Abläufe unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren und die Zusammenarbeit innerhalb der Einheit weiter zu festigen.

Ein herzliches Dankeschön

Ein herzlicher Dank gilt allen, die an der Planung und Organisation der Übung beteiligt waren. Besonders bedanken wir uns bei den Verantwortlichen und Mitarbeitenden der JVA Weiden, die uns diese Übung in ihren Räumlichkeiten ermöglicht und uns vor Ort unterstützt haben.

Die Möglichkeit, unter realistischen Bedingungen an einem solchen Objekt zu üben, ist für unsere Ausbildung und die Vorbereitung auf mögliche Einsätze von großem Wert.

Mit dieser anspruchsvollen und lehrreichen Einsatzübung beendete der 1. Zug sein Übungsjahr.

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